Schmetterlings - Philosophie
Die Endlichkeit des Lebens betrifft Jeden und kann Jeden jederzeit treffen - direkt oder indirekt.
Diese Lebensphasen erfordern eine neue/alte gesellschaftliche, mitmenschliche Kultur. Diese Kultur zu aktivieren ist unser Ziel.
"Kinder auf Schmetterlingsflügeln", weil jeder, wenn er einmal sterben muß auf seine Art Kind ist: Mit Erklärungsversuchen deren einzige Quelle die eigene Phantasie ist, mit ganz individuellen und unkonventionellen Bedürfnissen und der Sehnsucht nach Geborgenheit.
Familien finden hier Raum und Freiraum bzw. Zeit und Zeitspannen, um die hochemotionale Ausnahmesituation des Sterbens und Trauerns in jeder Phase mit professioneller Hilfestellung bewältigen zu können. Jedes Familienmitglied findet auf dem Schmetterlingspfad seinen eigenen Weg. Dem schwindenden Begriff vom Leben in der Familie setzen wir familiäre Strukturen entgegen, deren Intensität der Sterbende selbst bestimmen kann. Der demographischen Entwicklung entsprechend werden viele Singles im FamilienHospiz SchmetterlingsHof diese Lebensform erstmals erleben.
Wir tragen den Tod ins Leben und bieten unsere Hilfe auch Arbeitgebern an als richtungsweisendes familenorientiertes Sozialleistungsmodell. Ebenso für Institutionen, Vereine, Schulen etc. Durch die Enttabuisierung des Begriffs Tod helfen wir dem Umfeld von Trauernden bei der Annäherung an die Grenzerfahrung des Sterbens und die Integration von Betroffenen. Eine Werte-Vermittlung, die uns mit der Großfamilie abhanden kam.
Der Schmetterling bewegt sich mühelos zwischen Himmel und Erde, betrachtet das Leben aus allen Perspektiven. Seine majestätische Leichtigkeit und zarte Farbkraft ist mit äußerster Verletzlichkeit stark verwoben. So lange wir ihm mit den Augen folgen werden wir von ihm lernen.
Wir machen uns den freien Blick über das Leben und seine gefühlten Grenzen hinweg - gepaart mit schöpferischer Phantasie und tatkräftigem Eigensinn zur Aufgabe.
Jedes Leben hat ein erfülltes Ende verdient.